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Deutsche Seemannsmission in Lübeck e.V.

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Mein Name ist Jürgen Classens und ich betreue als Diakon die Seeleute auf den Schiffen in den Lübecker Häfen. Diese Betreuung geschieht ohne Ansehen der Nationalität und der Religion - Seemannsmission ist international und treibt Ökumene auf die Spitze - weltweit in vielen Häfen. Einer unserer Seemannspastoren, Carl Osterwald,  formulierte es einmal folgendermaßen:
„Seemannsmission beginnt mit der Entdeckung, dass auf Schiffen Menschen sind!” 
Und unser Leitsatz ist „support of seafarers’ dignity“ – Wahrung der Würde der Seeleute! Diesen hohen Anspruch bemühen wir uns zu wahren, obwohl das nicht immer leicht ist.

Der Lübecker Hafen ist der größte Fährhafen im Ostseeraum und der schnellste Europas. Dem entsprechend sind die Liegezeiten der Schiffe sehr kurz. Damit ist verbunden, dass die Besatzungen selten einmal Zeit finden ihr Schiff auch nur für einen kürzeren Zeitraum zu verlassen, um persönliche Dinge zu erledigen oder dem Bordalltag zu entfliehen.

Die Wege in die Stadt sind lang und ein Hafen liegt grundsätzlich weit davon entfernt (Seeleute sagen, dass Häfen in der Mitte von NICHTS liegen!  - oder - ‘in the middle of nowhere’). Der öffentliche Personennahverkehr ist zum größten Teil nur umständlich oder überhaupt nicht zu erreichen. In die Stadt mit einem Taxi zu fahren ist zu teuer und so bleiben die Seeleute meist lieber an Bord. Der Besuch der Seemannsmission oder des „Seemannspastors“ ist immer willkommen, denn mit dem kann man einmal über andere Dinge reden und hört Neues aus der Welt außerhalb des Bordalltages.

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Fotos: Chr. Silz (2004)

Bei Bedarf fahre ich auch kurzfristig mit Besatzungsmitgliedern zum Supermarkt in die Stadt, damit sie einmal private Dinge erledigen können. Ist die Liegezeit etwas länger und entsprechende Freizeit vorhanden, besteht durchaus auch die Möglichkeit einer Stadtführung oder eines Ausfluges.

Gleichzeitig habe ich bei meinen Besuchen Literatur im Gepäck, d.h. - Kisten mit guten Büchern sind immer im Auto (wenn vorhanden auch ausländische), sowie “Lass fallen Anker” (die Zeitung der Seemannsmission)  und andere berufsbezogene Veröffentlichungen.

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Foto J. Classens

Falls Sie einmal als Seemann in den Häfen der Hansestadt Lübeck Schwierigkeiten, Pech oder einfach nur Lust auf ein Gespräch haben, dann melden Sie sich doch über den Schiffsagenten, Ihre Reederei oder über das Telefon bei uns. Über Mobiltelefon (0172-4044844) bin ich für Sie erreichbar und werde mich dann um Ihre Wünsche oder auch Probleme kümmern.

Aus dem Internet zusammengestellte Tageszeitungen in vielen Sprachen sind ebenfalls dabei, so dass selbst ein Burmese Neuigkeiten aus der Heimat erfahren kann. Und die Freude darüber ist oft riesig.

Diese Besuche betreffen auch Seeleute, die auf Grund eines Unfalls oder einer Krankheit im Krankenhaus liegen oder zu einer Kur oder Rehabilitationsbehandlung in der näheren Umgebung von Lübeck sind. Gleichzeitig betreue ich auch Seemannsfamilien in Lübeck und im Umland.

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Foto J. Classens

Wenn Sie nicht aus der Seefahrt sind und sich für unsere Arbeit interessieren, schauen Sie bei einem Aufenthalt in Lübeck doch einfach einmal bei uns vorbei. Sollten Sie mehr über uns wissen wollen, nehmen Sie doch Kontakt über E-Mail, luebeck-bordbetreuung(at)seemannsmission.org  oder über das Internet, www.seemannsmission.org, auf. Im Internet und in “Lass fallen Anker” finden Sie die Anschriften und entsprechende Informationen über die anderen Stationen der Deutschen Seemannsmission.

Ich oder besser wir freuen uns auf eine Begegnung mit Ihnen.

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Deutsche Seemannsmission

- support of seafarer’s dignity -